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Die Geschichte Salzburgs ab dem 12. Jahrhundert

Die Mozartstadt Salzburg verfügt über eine geschichtsträchtige Vergangenheit.

Anfang des 12. Jahrhunderts wird Salzburg im rechtlichen Sinn zur Stadt. Erstmals wird ein Stadtrichter genannt. Heute gibt es noch ein Stadtsiegel aus dem Jahr 1249, das “Siegel der Bürger von Salzburg”.

Im 14. Jahrhundert wurde Salzburg vom Mutterland Bayern getrennt und diente fortan als Residenz- und Hauptstadt des Erzstiftes Salzburg, das als Kleinstaat im Hl. Römischen Reich fungierte. Die bürgerliche Autonomie ist allerdings eingeschränkt, weil der Erzbischof zugleich als Stadtherr fungierte. Die Abhängigkeit der Bürger ist auch dadurch gegeben, dass der Hof der bedeutendste Arbeitgeber war.

Händler, die durch den Fernhandel, beispielsweise mit Venedig, reich geworden waren, stifteten ein Bürgerspital, ein Bruderhaus und eine Stadtpfarrkirche. Dafür forderten sie aber ihren Anteil am Stadtregiment. Obwohl im Salzburger Stadtrecht im Jahr 1368 eine relativ weit gediehene städtische Autonomie festgehalten wurde, wurde diese immer wieder massiv eingeschränkt. Aus diesem Grund schließen sich im Jahr 1403 der Adel und die Bürgerschaft der Salzburger Städte zu einem Schutzbündnis, dem sogenannten “Igelbund” zusammen, um der Willkür der erzbischhöflichen Stadt entgegenzuwirken. Dies blieb allerdings ohne Erfolg. Im Jahr 1407 wird von der Stadtgemeinde der Keutzlturm erworben, der gemeinsam mit den Nebengebäuden zu dem städtischen Rathaus umgebaut wurde.

Als Kaiser Friedrich III. die freie Wahl eines Stadtrates und eines Bürgermeisters im Ratsbrief von 1481 gewährt, erlangt Salzburg für kurze Zeit Selbstverwaltung und Autonomie. Allerdings erzwang Erzbischof Leonhard von Keutschach im Jahr 1511 deren Annullierung durch einen Gewaltstreich.

Das der Erzbischof uneingeschränkter Stadtherr ist, wurde von Kardinal Matthäus Lang weiter ausgebaut. In einer Stadtverfassung von 1524 wurde die Stadt- und Polizeiordnung erlassen. Diese regelte die Stadtverwaltung bis zum Ende der kirchlichen Herrschaft im Jahr 1803.

Der Erzbischof wurde im Jahr 1525 während des Bauernkriges vergeblich auf der Festung belagert. Zur gleichen Zeit lebte Paracelsus, der mit bürgerlichem Namen Theophrast von Hohenhiem hieß in der Stadt, der 1541 in Salzburg stirbt.